Fakt ist,
daß es wohl kaum einen Spot im Karibischen Meer
gibt, der, vor allem im Winter, mehr Wind hat.
Bevor man jedoch El Yaque bucht, sollte man sich
auch darüber im klaren sein. daß díe schönen
Prospektfotos, die Karibikflair vermitteln
wollen, täuschen. Grün ist es nämlich nur
dort, wo Hoteliers mit großer Sorgfalt Palmen
großgezogen haben. Kaum 50 Meter von den Hotels
entfernt beginnt eine riesige, staubige
Kakteenwüste. Dem gegenüber steht auf der
Positiv-Seite von El Yaque, daß es
ein großartiger Allround-Spot ist.
Vom
blutigen Anfänger bis zum Regattacrack
kommt hier jeder zu seinem Glück. Nur pure
Wavefreaks sollten die Isla Margarita meiden.
Daß an solch einem guten Spot schnell die
Baulöwen reiche Beute wittern, ist fast
selbstvertändlich. Die Bauwut gipfelte bisher in
dem Betonklotz Hotel California (genannt: das
Parkhaus), das die Ortssilhouette verschandelt.
Und weitere Hotels sollen folgen, so darf
man sich in nächster Zeit nicht ganz vor
Baulärm sicher sein. Der nahe Flughafen stört
das Trommelfell jedoch weniger als befürchtet,
obwohl er keine zehn Kilometer entfernt ist.
Laut der
Flughafenstatistik bläst es von Dezember bis
Juni fast ununterbrochen. Der normale
Nordost-Passat wird lokal um El Yaque herum
noch beträchtlich verstärkt. In der Bucht kommt
der Windsideshore von links.
Im Winter
und Frühjahr erreicht er durchschnittlich fünf
bis sieben Windstärken. im Herbst gibt es ab und
zu auch windlose Tage. Sonst liegt die
durchschnittliche Windstärke zwischen vier und
sechs. Sein Maximum erreicht der Wind meistens
zwischen zwei und vier Uhr nachmittags. Danach
wird er etwas schwächer, dafür aber konstanter. Vormittags herrschen meist ideale
Schulungsbedingungen. Im Oktober und November
gehen oft kurze, heftige Regenschauer nieder.
El
Yaque: Der Hot-Spot auf der Isla de
Margarita. Hier ist eindeutig der beste
Wind. Er weht fast genau sideshore. Dis
Bucht ist etwa 800 Meter breit. Eine Landzunge in
Luv schützt die ersten 300 Meter vor Wellen.
Dieser Bereich ist auch stehtief. Teilweise sehr
flache Sandbänke in der Bucht, die sich oft
verlagern. Unbedingt erkundigen, wo die aktuellen
Finnenkiller stecken. Im Stehbereich liegen
einige Seegrasfelder, in denen Seeigel sitzen.
Die kritischen Bereiche sind an der dunklen Farbe
zu erkennen. Bei Sturz: Füßchen in die Höh'.
Weiter draußen entsteht, vor allem bei
Starkwind, eine recht unangenehme Kabbelwelle.
Dis kurzen Windwellen eignen sich aber gut zum
Springen. In unregelmäßigen Abständen gibt es
einen Miniswell in El Yaque. Dann
brechen an der Grenze zum Stehbereich maximal
einen Meter hohe Wellen. Nach ein bis zwei Tagen
ist der Spuk dann wieder vorbei. In der
Hochsaison geht es vor allem im stehtiefen
Bereich zu wie in der New Yorker Rush Hour. Wer
dem Chaos entgehen will, halst etwas außerhalb
oder flüchtet durch massives Höhelaufen.
Punta
Carnero: Etwa fünf Kilometer in Lee von El
Yaque liegt der Wüstenspot. Es gibt dort
ein halbfertiges Hotel, an dem seit
über einem Jahr kaum weitergearbeitet
wurde, und eine entsprechende Surfstation.
Zufahrt etwa vier Kilometer über Dirt
Roads durch die Kakteenwüste.
Die Abfahrt
von der Straße nach El Yaque zum
Spot liegt in der langgsstreckten Linkskurve
hinter dem Flughafen (manchmal steht ein kleines
Hinweisschild am Straßenrand). Die kleine
Sandbucht ist nur etwa 150 Meter breit und
rechts und links von Felsen begrenzt,
Es gibt keine stehtiefe Zone. Im Startbereich
liegen einige Felsen im Wasser, die Seeigel
beheimaten. Bei Starkwind gibt es eine
schräg auflandige, kleine Brandung, die nichts
für Anfänger ist. Vom Punta Carnero kann
man halbwinds nach Coche düsen.
Coche:
Auf der elf Kilometer vor El Yaque
liegenden Insel gibt es einen perfekten
Speedtrip. Allerdings weht der Wind voll ablandig
(etwa eine Windstärke schwächer als in El
Yaque), und es gibt keinen stehtiefen
Bereich. Also nichts für Wasserstartschüler mit
Problemen beim Höhelaufen. Für´s
Powerhalsentraining ist die spiegelglatte
Piste. Happy hat hier eine Station
und ein eigenes, gutes Hotel.
Happy
Surf & Ski. War die erste Station in El
Yaque. Ist direkt ans Hotel Windsurf
Paradise angeschlossen.
F2-Boards und North-Segel (keine Racesegel). Surfpool
(alles darf benutzt werden, wenn es frei ist.
Bei Surfpause muß das Material für andere
Surfer freigemacht werden). Wer Wert auf perfekte Finne
legt, sollte sein Leitwerk (Powerbox) von daheim
mitbringen.
Das
Material lagert meist in Strandnähe. Zum Service
gehört auch die Gabelmontage. Auch beim Essen
gibt's Verbesserungen. Zwei Bars und Restaurant.
WS-Club
Nathalie Simon. Fanatic/ART-Station. Ab der
Wintersaison über Blue X-Travel auch aus
Deutschland buchen.
Mike
Kitts High Wlnd Center. Amerikanische
Tiga/NeilPryde-Station. Gesamte Palette
(Segel mit Carbon-Masten) für 250 Dollar
inklusive Trapeztampen. Station liegt an der
breitesten Stelle des Strandes, etwa
300 Meter vom Wasser entfernt.
Bretter werden morgens ans Wasser
gebracht.
High Tech
Pool für 500 Dollar die Woche. Nur
hochwertige Sandwich-Customs von der Gorge,
Rushwind-Segel und Caddy-Service. Bar.