Windsurf-Infos

Powerpack

Immer zur falschen Zeit am falschen Ort? Dann tun Sie sich etwas Gutes an! In El Yaque stellt der Wind die Turbinen auf Dauerpower! (Lesen Sie zum Thema Windsurfen auch die Reportage: 2 Surfer im Land der Hexer!)

Manche halten El Yaque für DAS Windsurfer-Paradies schlechthin, andere dagegen finden, daß der neue In-Spot zu den meistüberschätzten in der Karibik gehört.

Fakt ist, daß es wohl kaum einen Spot im Karibischen Meer gibt, der, vor allem im Winter, mehr Wind hat. Bevor man jedoch El Yaque bucht, sollte man sich auch darüber im klaren sein. daß díe schönen Prospektfotos, die Karibikflair vermitteln wollen, täuschen. Grün ist es nämlich nur dort, wo Hoteliers mit großer Sorgfalt Palmen großgezogen haben. Kaum 50 Meter von den Hotels entfernt beginnt eine riesige, staubige Kakteenwüste. Dem gegenüber steht auf der Positiv-Seite von El Yaque, daß es ein großartiger Allround-Spot ist.

Vom blutigen Anfänger bis zum Regattacrack kommt hier jeder zu seinem Glück. Nur pure Wavefreaks sollten die Isla Margarita meiden. Daß an solch einem guten Spot schnell die Baulöwen reiche Beute wittern, ist fast selbstvertändlich. Die Bauwut gipfelte bisher in dem Betonklotz Hotel California (genannt: das Parkhaus), das die Ortssilhouette verschandelt. Und weitere Hotels sollen folgen, so darf man sich in nächster Zeit nicht ganz vor Baulärm sicher sein. Der nahe Flughafen stört das Trommelfell jedoch weniger als befürchtet, obwohl er keine zehn Kilometer entfernt ist.

Laut der Flughafenstatistik bläst es von Dezember bis Juni fast ununterbrochen. Der normale Nordost-Passat wird lokal um El Yaque herum noch beträchtlich verstärkt. In der Bucht kommt der Windsideshore von links.

Im Winter und Frühjahr erreicht er durchschnittlich fünf bis sieben Windstärken. im Herbst gibt es ab und zu auch windlose Tage. Sonst liegt die durchschnittliche Windstärke zwischen vier und sechs. Sein Maximum erreicht der Wind meistens zwischen zwei und vier Uhr nachmittags. Danach wird er etwas schwächer, dafür aber konstanter. Vormittags herrschen meist ideale Schulungsbedingungen. Im Oktober und November gehen oft kurze, heftige Regenschauer nieder.

El Yaque: Der Hot-Spot auf der Isla de Margarita. Hier ist eindeutig der beste Wind. Er weht fast genau sideshore. Dis Bucht ist etwa 800 Meter breit. Eine Landzunge in Luv schützt die ersten 300 Meter vor Wellen. Dieser Bereich ist auch stehtief. Teilweise sehr flache Sandbänke in der Bucht, die sich oft verlagern. Unbedingt erkundigen, wo die aktuellen Finnenkiller stecken. Im Stehbereich liegen einige Seegrasfelder, in denen Seeigel sitzen. Die kritischen Bereiche sind an der dunklen Farbe zu erkennen. Bei Sturz: Füßchen in die Höh'. Weiter draußen entsteht, vor allem bei Starkwind, eine recht unangenehme Kabbelwelle. Dis kurzen Windwellen eignen sich aber gut zum Springen. In unregelmäßigen Abständen gibt es einen Miniswell in El Yaque. Dann brechen an der Grenze zum Stehbereich maximal einen Meter hohe Wellen. Nach ein bis zwei Tagen ist der Spuk dann wieder vorbei. In der Hochsaison geht es vor allem im stehtiefen Bereich zu wie in der New Yorker Rush Hour. Wer dem Chaos entgehen will, halst etwas außerhalb oder flüchtet durch massives Höhelaufen.

Punta Carnero: Etwa fünf Kilometer in Lee von El Yaque liegt der Wüstenspot. Es gibt dort ein halbfertiges Hotel, an dem seit über einem Jahr kaum weitergearbeitet wurde, und eine entsprechende Surfstation. Zufahrt etwa vier Kilometer über Dirt Roads durch die Kakteenwüste.

Die Abfahrt von der Straße nach El Yaque zum Spot liegt in der langgsstreckten Linkskurve hinter dem Flughafen (manchmal steht ein kleines Hinweisschild am Straßenrand). Die kleine Sandbucht ist nur etwa 150 Meter breit und rechts und links von Felsen begrenzt, Es gibt keine stehtiefe Zone. Im Startbereich liegen einige Felsen im Wasser, die Seeigel beheimaten. Bei Starkwind gibt es eine schräg auflandige, kleine Brandung, die nichts für Anfänger ist. Vom Punta Carnero kann man halbwinds nach Coche düsen.

Coche: Auf der elf Kilometer vor El Yaque liegenden Insel gibt es einen perfekten Speedtrip. Allerdings weht der Wind voll ablandig (etwa eine Windstärke schwächer als in El Yaque), und es gibt keinen stehtiefen Bereich. Also nichts für Wasserstartschüler mit Problemen beim Höhelaufen. Für´s Powerhalsentraining ist die spiegelglatte Piste. Happy hat hier eine Station und ein eigenes, gutes Hotel.

Happy Surf & Ski. War die erste Station in El Yaque. Ist direkt ans Hotel Windsurf Paradise angeschlossen. F2-Boards und North-Segel (keine Racesegel). Surfpool (alles darf benutzt werden, wenn es frei ist. Bei Surfpause muß das Material für andere Surfer freigemacht werden). Wer Wert auf perfekte Finne legt, sollte sein Leitwerk (Powerbox) von daheim mitbringen.

Das Material lagert meist in Strandnähe. Zum Service gehört auch die Gabelmontage. Auch beim Essen gibt's Verbesserungen. Zwei Bars und Restaurant.

WS-Club Nathalie Simon. Fanatic/ART-Station. Ab der Wintersaison über Blue X-Travel auch aus Deutschland buchen.

Mike Kitts High Wlnd Center. Amerikanische Tiga/NeilPryde-Station. Gesamte Palette (Segel mit Carbon-Masten) für 250 Dollar inklusive Trapeztampen. Station liegt an der breitesten Stelle des Strandes, etwa 300 Meter vom Wasser entfernt. Bretter werden morgens ans Wasser gebracht.

High Tech Pool für 500 Dollar die Woche. Nur hochwertige Sandwich-Customs von der Gorge, Rushwind-Segel und Caddy-Service. Bar.

Punta Carnero. Amerikanische Bic/UP-Station. Nur vor Ort zu buchen. Eher etwas für Individualisten, die keine hohen Ansprüche stellen.

Lesen Sie zum Thema Windsurfen auch die Reportage: 2 Surfer im Land der Hexer!


Weitere Links:

www.soulrider.com
www.happy-surf.de
www.surfreisen.de
www.surfspot.de

 

 


 

 

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